Helgas erster Fluchtversuch

Es war ja abzusehen , immerhin ist Helga ja aus der gleichen Zuchtlinie wie Herbert und vor allen ihre Zähheit hätte mir eh zu denken geben müssen. Helga ist nämlich immer noch komplett – im Gegensatz zu Herbert , der schon früh  das eine oder andere Bein Bein verlor und vor allen seine kurze “Leine” sich sehr schnell verabschiedet hatte. Da Helgas Leinenführigkeit und Schrittgeschwindigkeit noch zu wünschen übrig lassen , habe ich Helga vorhin in ihre Transporttasche gesteckt und wir sind los zu den Wiesen und Wasser.

dsc00922Dort angekommen  sind beide Hunde erst mal abgetaucht – es war aber auch sowas von warm und drückend . Kurz darauf stand Krüsi dann vor mir um mich zu überzeugen , dass auch Helga eine Abkühlung brauchte. Also lies ich Helga aus der Tasche und Krüsi zeigte ihr wie tief das Wasser noch war.(könnte auch ihre Taufe gewesen sein , so oft wie es unter Wasser ging.) An einer geeigneten Stelle nahm ich dann Helga  an mich und erklärte ihr  das sie keine Angst haben bräuchte und das was nun passieren würde  ganz spaßig sei. Helga schaute mich an und schon flog sich durch die Luft ins Wasser , Krüsi wartete neben mir – immerhin soll Helga sich ja nicht immer darauf verlassen , dass sofort einer da ist und sie rettet. Ein wenig selber schwimmen sollte schon drin sein. Kurze Zeit später  “flog” dann aber Krüsi hinterher und rettete Helga. Dieses Spiel ging dann einige Zeit und dabei wanderten wir an verschiedene Orte. Plötzlich  flog Helga mal wieder durch die Luft , landete auch garantiert irgendwo im Wasser (es plätscherte jedenfalls) , Krüsi hinterher  und dann….nix! Weder Krüsi noch Helga tauchten wieder auf.An der Stelle konnte man nicht direkt zum Wasser schauen , da die Brombeerbüsche ein wenig hoch waren. Einige Zeit später kam dann Krüsi – aus einer ganz anderen Ecke als sie los ging und mit TENNISBALL in der Schnauze.Öhm – das war eindeutig nicht Helga.Wo war also Helga?Bin dann an der Seite an den Brombeeren vorbei – habe Gott gedankt das ich meine Hose hoch gekrempelt hatte , so konnten die Brennnesseln mich doch viel leichter erwischen (die Hose runter zu krempeln kam mir natürlich gaaaarnicht in den Sinn) und schaute mich unten am Ufer um : keine Helga. Dabei hätte sie dort sein müssen , denn sogar mit meinen Wurfkünsten kann  man die Landestelle ein bisschen eingrenzen.Ich rief dann erst mal Rexi zu uns , der oben am Weg stand und uns mit “Ihr glaubt ja nicht das ich DA runtergehe” ansah.Tja – Pech gehabt . Dort oben außer Sichtweite war es mir mit ihm dann doch zu riskant. Wer weiß ob er nicht plötzlich auf die Idee kam und den Fußball spielenden Kindern  erklären  wollte , dass er nun ein Senior sei und Ruhe bräuchte? Also runter mit ihm zu uns. Zu dritt sind wir dann das Ufer lang und Krüsi reagierte 0 auf mein “Such Helga”  oder besser “Such verloren” – sowas hatte sie im Leben noch nie gehört und wusste auch nicht was ich von ihr wollte *ne ist klar*. Ca 50m! weiter sah ich dann etwas rotes im Wasser liegen. Helga!!So weit kann ich beim besten Willen nicht geworfen haben , also konnte es nur ein Grund haben : Helga versuchte zu flüchten. Fischte sie dann raus und  schaute sie vorwurfsvoll an (immerhin hat sie es doch gut bei uns und keinen Grund abzuhauen) , verstaute sie wieder in ihre Transporttasche und Krüsi hatte den restlichen Spaziergang  mit dem Tennisball Spaß


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